Innen- und Integrationsminister Joachim Herrmann hinter Rednerpult neben Bildschirm mit Videokonferenz
© Sammy Minkoff

Neues Integrationsprojekt: YeY! Youth – Empower Yourself!

München, 1. Juli 2021 (stmi). „YeY! Youth – Empower Yourself!“ heißt die neue Dachmarke, unter die der Freistaat Bayern seine Vorzeigeprojekte in Sachen Gewaltprävention, Respekt und Toleranz bündelt. „Junge Menschen mit Migrationshintergrund setzen sich im Rahmen der Projekte gezielt mit Geschlechterrollen, Ehrvorstellungen und Gleichberechtigung auseinander“, erklärte Bayerns Innen- und Integrationsminister Joachim Herrmann bei der heutigen Vorstellung.

Erfolgreiche Integrationsprojekte „HEROES“, „habadEHRE“ und „W3“ werden unter neuer Dachmarke zusammengeführt und gestärkt

„Unsere Erfolgsprojekte „HEROES“, „habadEHRE“ und „W3“ leisten hier großartige Arbeit und tragen damit entscheidend zur kulturellen Integration junger Menschen mit Migrationshintergrund bei“, lobte Herrmann. „Wir wollen Frauen und Mädchen vor einer patriarchalischen Ehrenkultur schützen. Rollenbilder, die Gewalt gegen Frauen gutheißen, akzeptieren wir nicht.“

Mit der neuen Dachmarke sollen laut dem Integrationsminister die bestehenden Projekte gestärkt und ausgeweitet werden. „Daher appelliere ich an alle interessierten Kommunen: Beteiligen Sie sich daran und helfen Sie mit, dass Bayern das Land der gelingenden Integration bleibt“, so der Minister.

Junge Menschen werden ermutigt, gegen Unterdrückung Position zu beziehen

Nach Herrmanns Worten lernen junge Menschen mit Migrationshintergrund in regelmäßigen Trainings und Rollenspielen insbesondere auch, andere Jugendliche zu ermutigen, gegen Unterdrückung ‚im Namen der Ehre‘ Position zu beziehen.

„Die Projektteilnehmer werden nach ihrer zweijährigen Ausbildungsphase, die sie durchlaufen, zu wichtigen Vorbildern und Lotsen der Wertevermittlung. Mit großem Erfolg: In Bayern wurden bislang rund 1200 Workshops durchgeführt und dabei mehr als 21.000 Schülerinnen und Schüler erreicht.“, sagte der Minister.

Inzwischen gibt es in Bayern sechs Projektstandorte. Für die Projekte stellt der Freistaat in diesem Jahr eine Fördersumme von rund 500.000 Euro zur Verfügung.

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